Für BehandlerInnen
Informationen, Vernetzung und Austausch für Kolleg:innen, die ADHS und Autismus diagnostizieren und behandeln.
Mailingliste „psykrates ADHS/ASS“
Über 1.000 Behandler:innen deutschlandweit tauschen sich hier über aktuelle Entwicklungen in der ADHS/ASS-Diagnostik und -Therapie aus.
Anmeldung
- Mailingliste: www.psykrates.de/adhs+ass
- Neues Forum: forum.psykrates.net
Symposium 2025 – Vorträge online verfügbar
Am 27. und 28. September 2025 fand das erste Symposium der Mailingliste „psykrates ADHS/ASS“ in der Universität Witten/Herdecke statt.
Vorträge ansehen
Symposium verpasst? Die Vorträge sind weiterhin per Video erhältlich. Für 49 € sind alle Vorträge (ca. 8 Stunden Stream) abrufbar unter:
Hinweis: Der Link auf der Symposiumsseite selbst funktioniert nicht mehr – bitte den obigen Link nutzen.
Aktueller Originalartikel zum Download
Research advances and future directions in female ADHD
The lifelong interplay of hormonal fluctuations with mood, cognition, and disease.
Deutsche Zusammenfassung: ADHS bei Frauen – der Einfluss hormoneller Schwankungen
Hintergrund
ADHS ist bei Mädchen und Frauen stark unterdiagnostiziert und unterforscht. Die Symptome äußern sich oft anders als bei Jungen, was zu späten oder falschen Diagnosen führt. Frauen kompensieren ihre Symptome häufig, was die Erkennung zusätzlich erschwert.
Hormone und ADHS
Der Artikel betont die enge Verbindung zwischen hormonellen Veränderungen (Pubertät, Menstruation, Schwangerschaft, Wechseljahre) und ADHS-Symptomen bei Frauen. Schwankungen des Östrogen- und Progesteronspiegels beeinflussen die Dopaminfunktion – ein zentrales Element bei ADHS.
Lebensphasen & Herausforderungen
Pubertät
Verschiebung im Beginn der Menstruation möglich; erste depressive Symptome treten oft auf.
Menstruationszyklus
Verschlechterungen in der prämenstruellen Phase (Konzentration, Stimmung).
Schwangerschaft
Uneinheitliche Wirkung – Besserung oder starke Verschlechterung möglich.
Peri-/Menopause
Starke Zunahme der Symptome, kognitive Einbußen, erhöhtes kardiovaskuläres Risiko.
Weitere Themen
- Sexuelle Gesundheit: Höheres Risiko für riskantes Sexualverhalten und sexuelle Traumata.
- Empfängnisverhütung: Hormonelle Verhütungsmittel können depressive Symptome verstärken.
- Gynäkologische Erkrankungen: Erhöhte Häufigkeit von PCOS, Endometriose und vorzeitiger Menopause bei Frauen mit ADHS.
- Exekutive Funktionen: Frauen zeigen andere Profile als Männer – besonders bei Impulskontrolle und Organisation.
Forschungslücken
- Geschlechtersensible Diagnosekriterien fehlen
- Angepasste Therapien über den Lebensverlauf
- Studien zur Wirkung von Hormonen auf ADHS-Symptome
- Langzeitstudien zu Risiken in Schwangerschaft und Menopause
Fazit
Ein Umdenken in Forschung, Diagnostik und Therapie von ADHS bei Frauen ist notwendig. Der Artikel fordert mehr interdisziplinäre und lebensphasenorientierte Forschung – besonders unter Einbeziehung von Betroffenen.
Deutsche Zusammenfassung KI-unterstützt erstellt (ChatGPT).